Revolte Reform oder

16 ALSTER-MAGAZIN NR. 01 2017 In der Handelskammer Hamburg scheint nichts mehr so wie es war. Selbst kammertreue Unternehmer bezeichnen den Zustand als verstaubt. Das Alster Magazin traf sich im Restaurant del mit führenden Persönlichkeiten zu einer Diskussionsrunde über ihre Arbeit in der Handelskammer. Warum engagie- ren sie sich neben ihren Berufen ehrenamtlich für die Kammer? Was bringt diese Institution? Muss sie reformiert werden? Lesen Sie hier die spannendsten Positionen der prominenten Unternehmer! ALSTER MAGAZIN L O C A L P E O P L E Jahrgang 1959 Seit 1989 Geschäftsführender Gesellschafter bei Globetrotter Ausrüstung Ich begleite die Institution ehrenamtlich sehr intensiv seit weit über fünfzehn Jahren und habe da schon in den Anfangsphasen empfunden, dass sie schon ein relativ schwerfälliger, behäbiger, eingefahrener Kasten war. Sehr traditionsreich geführt worden, Abstimmungsergebnisse mussten und sollten möglichst immer 100 Prozent sein, Widerspruch gab es wenig und das ist dann irgendwie so abgearbeitet worden. Wenn man diese letzten fünfzehn Jahre sieht, wie sich diese Institution positiv mit den Unternehmern geändert hat! Denn diese Gestaltung, das machen ja die Unternehmer, das macht ja nicht das Hauptamt. Die Instrumente sind dabei beim Hauptamt, welches Lied gespielt wird, bestimmen wir als Unternehmer. Nun muss man einfach sagen, dass sich die vielen engagierten ehrenamtlichen Wirtschaftsvertreter durchaus so stark eingebracht haben, dass sie in den letzten fünfzehn Jahren eine notwendige zeitgemäße Veränderung herbeigeführt haben, die in den letzten hundert Jahren nicht passiert ist. Andreas Bartmann Reform oder Revolte? Diskutierten über den Nutzen der Handelskammer: Die Unternehmer Wolfgang E. Buss, Robert Heinemann, Andreas Bartmann, Thomas M. Schünemann, Holger Stanislawski und Birgit Kochen-Schmidt-Eych (v.l.)