Falsche Perspektive Erste

NR 04 2017 ALSTER-MAGAZIN 3 Eppendorf Eppendorfer Baum 18 T. 040. 460 29 93 luehr-optik.de GMBH SEIT 1983 Den Sommer genießen! Mit einer Sonnenbrille von LÜHR-Optik Gleitsicht-Sonnenschutzgläser (leichte Kunststoffgläser in Ihrer Gläserstärke) 148 ab Einstärken-Sonnenschutzgläser (leichte Kunststoffgläser in Ihrer Gläserstärke) 28 ab Selbsttönende Einstärken-Sonnenschutzgläser (inkl. Superentspiegelung + Cleancoat) 208 ab (Angebote nicht mit anderen kombinierbar) 170217_LO_sonnenbrillen_2017_az_92x130_epp_az_fin.indd 1 17.02.17 13:07 Stilleuchten Götzl Lampen und Schirme Fasanenweg 2, 22145 HH 040/644 85 79 www.stilleuchten-goetzl.de Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 9-18 Uhr, Sa. 9-14 Uhr Eppendorfer Landstraße 130 Tel.: 0 40 / 4 80 79 12 www.polstereibetrieb-groenich.de MAGAZIN ALSTER ED ITOR IAL VON WOLFGANG E . BUSS Wir alle sind in der Lage, unsere ge- sellschaftliche Situation aus unter- schiedlichen Perspektiven zu sehen und zu bewerten. Erste Perspektive: Alles ist okay so wie es ist. Eine lange, noch nie dagewesene Friedensphase von 60 Jahren lässt die Staaten von Europa und ihre Bürger gedeihen. Dank eifriger Europapolitiker und EU-Beamten entstehen Rahmen- bedingungen für Prosperität und wirtschaftliche Entwicklung. Gute Aussichten also, dass wir es uns so- gar leisten können, fast eine Millionen Menschen aus völlig anderen Kulturen aufzunehmen und auch noch zu integrieren. Alles okay, wir schaffen das! Und dazu ein Heer von applaudierenden Journalistenkol- legen, die um denen da oben zu gefallen , auch alles prima finden. Null Problemo sagte ALF in den TV-Achtzigern, wenn es schwierig wurde. Man darf diese Perspektive auch als die offizielle Regierungs-Sicht bezeichnen, die genau jene Leute kommunizieren, die wiedergewählt werden wollen. Zweite Perspektive: Nichts ist okay! Wir leben in einer tief gespaltenen Gesellschaft, die noch immer mit ihrer deutschen Identität hadert, einer unlösbaren Migrations- und Integrationsproblematik, mit Millionen Muslimen, die niemals hier ankommen werden und wollen und begeistert die Todesstrafe für ihre eignen Landsleute fordern. Scharia eben. Wir stehen vor einer Klimakatastrophe, ausgelöst von internationalen Konzernen mit oft gefakten Zahlen, die einzig auf Profit getrimmt sind. Den Begriff Wirtschaftsethik hatte man schon lange vorher gestrichen . Hauptsache Gewinne, damit die wenigen Familien mit gigantischen Aktienvermögen noch reicher werden. 40 Prozent aller im Jobwun- derland Deutschland abhängig Beschäftigten arbeiten in Teilzeit, als Leiharbeiter oder Minijobber ohne Langzeitperspektive. Danke an die Globalisierung, denn diese Jobs sind jetzt in anderen Ländern. Und wer trotzdem nicht optimistisch mitschwingt, ist entweder Linkspopulist, Rechtspopulist oder Querulant, der die großen Errungenschaften unserer Zeit nicht zur Kenntnis nehmen möchte. Und welche Perspektive haben Sie, liebe Leserinnen und Leser? Die Optimisten sagen: Verderbt Euch nicht die gute Laune mit Schwarz- malerei. Die Kritiker sprechen von einem immer dringender werdenden Umsteuern. Sie rufen: Stopp! Verbraucherverbände blicken angeekelt auf die Fleischindustrie. Oder: Noch immer ist unsere Stadt zugesch. mit Zigarettenwerbung. Do your thing rauch dich krank , damit die Shareholder der Tabakindustrie in Saus und Braus leben können. Sie müssen die Krankenkosten ja nicht bezahlen. Die Sicht der politischen Opposition. Wir alle könnten hunderte solcher Missstände aufzählen. Die dritte Perspektive: der differenziertere Blick. Globalisierung ist kein Idealzustand, aber gut für den Export, deutsche Politiker lü- gen im Wahlkampf, sind aber gemessen an spanischen, griechischen, russischen oder afrikanischen Politikern keine Multimillionäre nach einigen Jahren Amtszeit. Das ist gut so und schlecht. Ausgewogen bewerten oder die Wahrheit schreiben? Ist die Flücht- lingskrise bewältigt? Ja, sagen die, die es schon immer vorausgesagt haben. Nein sagen jene, die wussten, Deutschland ist das Land der Träume für Flüchtlinge und des völligen Übertreibens: eine gigantische 45-Milliarden-Euro-pro-Jahr-Flüchtlingsindustrie. Da heißt es Kasse machen mit Flüchtlingen. Sicher ist: Wir leben nicht in der Balance! So wie die sozialistischen DDR-Oberen des deutschen Arbeiter- und Bauernparadieses es völlig übertrieben mit dem Zwangsglück ihrer Werktätigen, geht es hastig weiter. Kennen wir nur zwei Perspektiven? Alles suuuuper. Oder alles Mist? Wann finden wir einmal unsere Mitte? Falsche Perspektive?