Bernd-Blindow-Schule Gegen Demokratie

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So geht es mir auch bei dem neuen Buch des amerikanischen Professors Jason Brennan . Er spricht sich und nun bitte festhalten gegen Demo- kratie aus! AGAINST DEMOCRACY. In unserer aktuellen Form wohlge- merkt, so der angesehene Politikwis- senschaftler und Philosoph. Prompt löste er damit bundesweit Empörungsrituale aus. Manch übereifriger Demokrat fordert bereits ein Denkverbot für diesen Professor. Inspiriert haben Brennan die politischen Entwicklungen in den USA, bis hin zur aktuellen Wahl Donald Trumps. Wir dürfen Politik nicht den Unvernünftigen überlassen, schreibt er. Damit meint er übrigens nicht Trump selbst, nein. Er meint jene, die ihn gewählt haben! Und das seien jene Wählerschichten, die von politischer Bildung am weitesten entfernt lebten. Und mit jenen Leuten wird Demokratie gefährlich. Rums. Mehr Bildung in der amerikanischen Unterschicht hätte ihn verhindert. Und wie steht es bei uns? Mit Merkel? Oder Seehofer schießt es mir durch den Kopf? Oder Erdoğan? Oder Brexit? Bildung und Wissen, sagt der US-Professor, sind die Vo ussetzungen für kluge Entscheidungen. Ohne politische Bildung wählen zu gehen heißt: nicht zu wissen, worüber man abstimmt. Eine fatale Voraussetzung für moderne, komplexe Gesellschaften. Besonders gravierend, könnte man hinzufügen, schlägt ein Argument aus unserer deutschen Geschichte zu Buche. Die Grundlagen des Hitlerre- gimes sind von ungebildeten Schichten demokratisch gelegt worden, freiwillig wählten sie damals den Faschismus und ihr eigenes Verderben. Es war der erste Tiefpunkt der Demokratie. Der US-Professor bewertet die Trump-Wahl ebenfalls als einen Tiefpunkt. Ein besonders bitteres Kapitel der Demokratie sind Wahlkämpfe. Insbesondere heute, wo mehr und mehr zweifelhafte Plattformen wie Facebook und Co. genutzt werden, um zahllose ungebildete und uninfor- mierte Wähler ungefiltert zu bluffen. Schon seit Jahren beschäftigt der Politikbetrieb Werbeagenturen, um den Uninformierten , wie Brennan sie nennt, zu versprechen: mehr Polizisten, mehr Lehrer, weniger Steuern, aber natürlich mehr Rente! Was die Ungebildeten halt immer wieder hören wollen. Wer viel weiß, so die Gegenthese, glaubt diesen Phrasen nicht. Er weiß: Die gleichen Werber haben vorher Zigarettenrauchen oder Alkoholkonsum als etwas Wunderbares geschönt. Alles Lug und Trug! So fordert der Politik-Professor, um die Demokratie zu retten, einen Mindestinformationsstand. Wahlrecht sei schließlich kein universales Me schenre t. Wenn jemand grundlegende ökonomische und politische Zusammenhänge nicht begreift, darf er auch keinen maßgeblichen Einfluss auf die Politik ausüben können. Nur wer politisches Wissen hat, darf an Wahlen teilnehmen. Epistokratie. Selbst zum Angeln braucht man einen Angelschein. Wer würde einen politischen Wissenstest oder Wahlbefähigungstest bestehen? Ich kenne viele, die durchfallen würden. Wie viele kennen Sie? Fragen wir einmal so: Wie anders sähe unsere Parteienstruktur aus, dürfte nicht jeder Hans und Franz wählen und Wahlkampf-Phrasen als Grundlage für eine verantwortungsvolle Wahlentscheidung nutzen? Übrigens kenne ich zahlreiche Politiker und Parlamentarier, die in einer Epistokratie nicht gewählt worden wären. Deshalb wollen sie sie nicht! Also: nicht die Demokratie abschaffen sondern aufwerten! Und: Nicht einfach alles nachplappern! Unsere Demokratie so wie sie ist ist nicht alternativlos. Sie ist verbesserbar! Jason Brennan: Gegen Demokratie, Ullstein Verlag Gegen Demokratie