Warnungen Betrügern Telefon

Raten Sie nicht, wer am Telefon ist. Der Anrufer soll selbst seinen Namen nennen. Rufen Sie im Zweifel den angeblichen Verwandten direkt an unter der Telefon- oder Handynummer, die Sie von ihm/ihr kennen. Seien Sie immer misstrauisch, wenn eine hohe Geldsumme direkt abgeholt werden soll. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Halten Sie im Zweifel Rücksprache mit Verwandten, Ihrer Bank oder der Polizei. Bei Verdacht auf Enkeltrick rufen Sie die Polizei: Tel. 040 4286-74303 (Mo.- Fr. 8 - 16 Uhr) oder im Notfall 110. Im Internet gibt es weitere Informationen: www.polizei.hamburg/ enkeltrick/ Tipps der Polizei: ANZEIGEN-SPEZIAL Die Betrugsmasche ist alt und inzwischen ei- gentlich recht bekannt und trotzdem fallen im- mer noch Menschen auf sie herein: Enkeltrick heißt eine Form des bandes- und gewerbsmä- ßigen Betruges, bei dem gezielt Senioren als Opfer ausgesucht werden. Aber die Kriminellen wandeln ihre Masche auch ab, um ständig neue Opfer zu finden. Aus diesem Grund informierte die Hamburger Sparkasse gemeinsam mit der Polizei Hamburg bei einer Veranstaltung mit mehr als 120 Senioren über die miesen Tricks der Gauner. In der Regel beginnt es ganz harmlos. Hal- lo Oma, ich bins oder Rate mal, wer hier spricht?, meldet sich zum Beispiel eine Stimme am Telefon. Wer jetzt einen Namen nennt, hat schon den ersten Fehler gemacht. Denn bei dem Anrufer oder der Anruferin handelt es sich nicht um den Enkel, die Nichte oder einen anderen Verwandten, wie im Telefonat suggeriert wird, sondern um einen Kriminellen. Die Person ist gut geschult in Gesprächstaktik und erzählt von einem Notfall, einer kurzfristigen günstigen Anschaffung (zum Beispiel Auto oder Immobilie) oder tischt eine andere Geschichte auf. In jedem Fall werde sofort Bargeld benötigt. Manchmal gibt es mehrere Anrufe an einem Tag, bei denen immer mehr Druck aufgebaut wird. Es ist eine perfide Masche, mit der die Gutgläu - bigkeit und Hilfsbereitschaft älterer Menschen schamlos ausgenutzt wird, sagte Michael Schil- ling, Regionalleiter Eppendorf-Rotherbaum bei der Hamburger Sparkasse (Haspa). Er dankte den Mitarbeitern des Landeskriminalamtes (LKA) und den Bürgernahen Beamten des Po- lizeikommissariats 23 für die Informationen und die Teilnahme an der Veranstaltung. Auch ein großes Danke geht an die Kollegin Christi- ne Greiss, die die Idee für diesen spannenden Nachmittag hatte. Es sei wichtig, möglichst viele Menschen aufzuklären, um zu verhindern, dass Kriminelle das langjährig Ersparte von Senioren ergaunern können. Die Beamten wiesen auch auf eine weitere Be- trugsmasche hin: Hier geben sich die Anrufer als Polizisten oder Staatsanwälte aus. Mit aus- gedachten Geschichten bitten sie angeblich um Mithilfe bei der Verbrechensbekämpfung. In einer Variante soll es Hinweise geben, dass beim Angerufenen eingebrochen werden solle (Wir haben Ihre Adresse auf einer Liste gefunden). Die Haspa arbeitet seit vielen Jahren eng mit der Polizei zusammen, um ihre Kunden zu schüt- zen, sagte Regionalleiter Schilling. Dank der geschulten Mitarbeiter in den Filialen hätten einige Senioren vor dem Verlust ihres Geldes bewahrt werden können, als sie hohe Summen abheben wollten. Das sind Fälle mit einem verhinderten Schaden von jeweils mehreren 10.000 Euro, betonte Schilling. Fo to s: R om an us F uh rm an n ANZEIGEN-SPEZIAL Warnungen vor Betrügern am Telefon Die Haspa in Eppendorf-Rotherbaum und die Polizei klären über Betrugsmaschen auf, bei denen vor allem Senioren um ihr Geld gebracht werden Sie warnten vor aktuellen Betrugsmaschen: Haspa-Regionalleiter Michael Schilling (2. v. li) mit den LKA-Beamten Martina Baumgart (links), Heiko Dietrich und Frauke Hannes.