Flüchtlinge Sasel nach

32 | ALSTERTAL MAGAZIN Flüchtlinge Der Streit über die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin irritiert nicht nur ganze EU-Mitgliedsstaaten. Inzwischen hat er sich ausgeweitet zu Verwerfungen in der Frage der Vertrauenswürdigkeit der Türkei und dem mit ihr geschlossenen Flüchtlingspakt . Aber eben auch hyperregional, also direkt in der Nachbarschaft, beschäftigt das Thema die Menschen. Nun auch in Sasel. Sasel ist bisher nicht in die Verantwortung genommen worden André Schneider, SPD nach Sasel? SASEL Anwohner der S-Bahntrasse organisieren Widerstand Ehemals für eine S-Bahn-Trasse unbebaut belassen. Aktuell dient sie als idyllische Pferdekoppel. Kommen auf die Fläche Unterkünfte für 160 Migranten und Flüchtlinge? K onkret: Nachdem die Hamburger Regierungsfraktionen mit den Initiatoren der Volksinitiative Hamburg für gute Inte-gration einen Bürgervertrag geschlossen hatten, werden die Pläne in Hamburg zur Unterbringung von Migranten und Flüchtlingen neu gemischt. Der markante Nebeneffekt: Nachdem keine Unterkünfte mehr geschaffen werden, die die Kapazität von 300 Menschen überschreiten, ist die Suche nach kleineren Flächen neu entfacht. Eine davon ist die ehemalige S-Bahntrasse (eine S-Bahn wurde dort allerdings nie gebaut) in Sasel, die parallel zum Petunienweg, Aalkrautweg und Hohensasel verläuft. Auch hier so die Planung könnten Flüchtlingsunterkünfte gebaut werden. Zunächst erfuhren die zum Teil direkt betroffenen 100 Bürger wäh - rend eines Stadtteiltreffens in der Mellingburger Schleuse, zu dem Anliegerin Dr. Bischoff eingeladen hatte, dass alles noch in einem Prüfverfahren sei. Doch das Verhalten der Politik in den vergangenen zwölf Monaten hat das Vertrauen beschädigt, entsprechend skeptisch gehen viele Hamburger derzeit auch mit Behörden-Informationen um. Demnach wird zurzeit ergebnisoffen geprüft, so die erschienenen Behördenvertreter, ob überhaupt und wenn wie viele und welche Häuser auf der aktuell als Pferdekoppel genutzten Trasse errichtet werden sollen. Geprüft werde die Bebauung mit 16 eingeschossigen Häusern für insgesamt 160 Personen. Herausfordernd für die Planer, die bereits ein Architektenteam beauftragt haben, ist die geringe Breite der S-Bahn-Trasse. Um Baugrenzen und Auflagen aus dem Baurecht einzu - halten, müsste die Bebauung wie eine Perlenkette angeordnet sein. Das ALSTERTAL MAGAZIN bat den Rechtsexperten in Sachen Flüchtlingsunterkünf - te und Anwalt Gero Tuttlewski, (RAe Klemm & Partner) um eine Einschätzung. Tuttlewski vertrat unter anderem auch Anwohner in Klein Borstel oder Sophienterrasse. Tuttlewski: Wir sind aktuell in Sasel tätig geworden mit einer eigenen Stellungnahme und Einschätzung, die wir an das ZKF (Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge) mit zusätzlich 25 noch unbeantworteten Fragen gesandt haben. Nach unserer Auffassung ist eine geplante Unterkunft an dem konkreten Standort inmitten eines Reinen Wohngebiets auf nicht überbaubarer Grundstücksfläche baurechtlich unzulässig. Planungs - rechtlich ungeeignete Flächen werden nicht dadurch geeignet, dass