Schwimmen lernen lebensnotwendig

MAGAZIN Alstertal Magazin: Die Kampagne Deutschland schwimmt macht auf die Nicht- schwimmerproblematik aufmerksam. Was ist damit gemeint? Es sterben noch zu viele Kinder im Wasser. Dagegen muss etwas getan werden: den Kindern Mut machen und sie motivieren ihre Schwimmabzeichen zu machen, sich dem Wasser anzunähern und Schwimmen zu lernen. Welches Abzeichen sollte jedes Kind haben? Mehr als das Seepferdchen. Das befähigt nicht zum Schwimmen. Erst mit dem Freischwimmer, Silber und Goldabzeichen wird das Schwimmen gelernt und das ist lebensnotwendig! Also sollte jeder mindestens den Freischwimmer erreichen? Es gibt zahlreiche Orte, an denen es keine Schwimmhallen gibt und die Möglichkeit ins Wasser zu kommen, wirklich schwer ist. Wenn wir es vorerst schaffen, jedem Kind das Seepferdchen zu ermöglichen, wäre das großartig. Warum können verhältnismäßig wenige Kinder schwimmen? Es gibt viele Eltern, die sich Schwimmkurse aus finanziellen Grün - den nicht leisten können. Andere Eltern warten darauf, dass die Schulen Schwimmunterricht anbieten und geben die Verantwor- tung somit ab. Ist das Angebot an Schwimmkursen zu gering? Absolut, vor allem für Erwachsene. Auch die Schul-Schwimm - kurse sind meist mehr Chaos, als dass sie was lernen. Wenn eine Lehrerin mit 25 Kindern in eine Schwimmhalle geht, kann die eine Hälfte schwimmen, der Rest nicht. Einige weinen, andere stehen unter der Dusche oder haben keine Lust. Kann man den Schul-Schwimmunterricht verbessern? Schulpolitisch muss sich viel verändern. Der Schwimmun- terricht gehört in jeden Schulplan und in den ersten zwei Jahrgängen sollten alle schwimmen lernen. Es ist nicht Rad- fahren, Fechten oder Musikmachen: Wer nicht schwimmen lernt, läuft potenziell Gefahr zu ertrinken. Wie geht man mit einer Angst vor dem Wasser um? Wenn Angst eine Rolle spielt, sollte man das Kind spielerisch ans Wasser gewöhnen. Viel duschen und in der Badewanne plantschen. Sie sollen das Wasser mit etwas Positivem verbin- den, etwas, das Spaß macht. Auch das Tauchen bereitet vielen Probleme. Man kann sich leicht einreden, dass man dies und jenes nicht kann. Ich habe gelernt, dass es ich kann nicht mit dem richtig Biss nicht gibt. In dem Fall könnte man üben, beispielsweise beim Duschen den Kopf unter Wasser zu nehmen. Wie oft sind Sie selbst noch im Wasser? Nicht mehr so häufig. Ich betreibe Schwim - men auch nicht mehr als Sport, habe aber zwei Kinder, die das Wasser lieben. Was fühlen Sie, wenn Sie im Wasser sind? Es ist besonders mein Element, ich fühle mich wahnsinnig wohl. Kann abspannen und entspannen. Valeska Fuhlenbrok Schwimmen lernen ist lebensnotwendig! Schwimm-Star Franziska van Almsick kommt nach Hamburg. Als Botschafterin von Deutschland schwimmt möchte sie darauf aufmerksam machen, dass zu viele Kinder nicht schwimmen können. Das Alstertal-Magazin fragte nach.