Kanzlerinnen Ende Kanzlerschaft

34 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN Kanzlerinnen dä In vielen Medien wird aktuell über das Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels spekuliert , das angeblich aufgrund schlechter Umfragewerte und schwindendem Rückhalt in der Partei bevorstünde. Wir fragten Hamburger CDU-Politiker: Was ist dran an der Kanzlerinnendämmerung? Probleme? Wer hat Schuld? Und geht er, ist auch das Problem weg. So zu denken ist menschlich aber trotzdem ein Irrtum. Ukraine-Konflikt, Griechenland-Krise, Brexit, Syrien, Terror und 60 Mio. Flüchtlinge weltweit Angela Merkel ist nicht die Ursache. Im Gegenteil, sie setzt sich nach Kräften in aller Welt dafür ein, dass uns diese Probleme nicht erdrücken. Und das wissen eigentlich alle. In der CDU genauso, wie in der Bevölkerung. Wer könnte das besser machen? Niemand. Gerade in schwierigen Zeiten: die Kanzlerin wird gebraucht für Deutschland und Europa! Die CDU ist die Partei der inneren und äußeren Si- cherheit. Alle Beschlüsse, die den Flüchtlingsstrom begrenzen und unsere europäischen Grenzen sichern, begrüße ich daher sehr. Die Kanzlerin gewinnt bei der Bevölkerung und in der CDU Vertrauen zurück, wenn deut- lich wird, dass der Staat kontrolliert, wer zu uns kommt. Die Maßnahmen der Bundesregierung und von Angela Merkel in den letzten Wochen gehen in die richti- ge Richtung. Ganz wichtig: Wer zu uns kommt, muss sich an unsere Gesetze halten und unsere Gesellschaftsord- nung akzeptieren. Von Kanzlerinnendämmerung spüre ich in Berlin nichts und alle gehen davon aus, dass Angela Merkel sich erneut 2017 um das Amt der Bundeskanzlerin engagiert bewerben wird. Das über- zeugend formulierte Eingeständnis von Angela Merkel, dass die Flüchtlingsproblematik 2015 nicht fehlerfrei bewältigt wurde und Deutschland jetzt nach den Asylpaketen I + II auf einem viel besse- ren Weg mit deutlich geringeren Neuzugangszahlen sei, ist geeignet, ihre Zustimmungswerte in der Bevölkerung wieder zu verbessern. Die Probleme 2015 nur auf den Schultern von Angela Mer- kel abzuladen, ist ungerecht. Es gab Handlungsattentismus und Blockaden auf allen Ebenen. Auch in der Hamburger CDU gibt es eine breite Zustimmung für Angela Merkels Kanzlerkandidatur. Christoph Ploß, stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Hamburg Dirk Fischer, MdB Dietrich Wersich, Erster Vizepräsident der Hamburger Bürgerschaft (CDU): Die CDU Alstertal und ich haben schon früh die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung kritisiert. Es war richtig und wichtig, dass in den letzten Monaten wichtige Beschlüsse gefasst wurden, die den Flüchtlingszustrom stark eingegrenzt haben. Das SPD und Grüne in Hamburg weiterhin eine konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber blockieren ist dramatisch und muss sich umgehend ändern. Durch die eingeleiteten Maßnahmen, die Kursänderung in der Flüchtlingspolitik und die stark rückläufigen Flüchtlings- zahlen ist der Rückhalt der Kanzlerin wieder gewachsen. Einig sind sich alle, dass sich eine Situation wie im letzten Jahr nicht wiederholen darf. Dennis Thering, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion