Anleinpflicht gilt Kennen

26 | ALSTERTAL MAGAZIN Anleinpflicht? Wo gilt die Beim Alsterspaziergang oder im Park trotz allgemeiner Anleinpflicht treffen wir ständig auf freilaufende Hunde. Wir klären auf, wie die Gesetzeslage hier aussieht. L aut allgemeiner Anleinpflicht müssen Hunde außerhalb der eigenen Wohnung bzw. des eigenen, eingezäunten Grund-stückes und außerhalb der Hundeauslaufzonen (siehe Kasten) grundsätzlich an der Leine geführt werden. Die Befreiung von der allgemeinen Anleinpflicht erhält nur derjenige, der nachwei- sen kann, dass er seinen Hund im Alltag unter Kontrolle halten sowie ohne Leine führen kann. Von dem Tier dürfen keine erheblichen Be- lästigungen oder gar Gefahren für andere ausgehen. Sobald der Hund von der allgemeinen Leinenpflicht befreit ist, darf er überall dorthin mitgenommen werden, wo keine besonderen Anleinpflichten und keine Mitnahmeverbote für Hunde gelten. Besondere Anleinpflichten, z.B. in Einkaufszentren, auf Veranstaltungen, sofern Hunde erlaubt sind in Wald- und Naturschutzgebieten sowie in Schul- und Spielplatznähe gelten dennoch für alle Hunde. Hamburg bietet Rasenflächen, Pfade und bestimmte Wege in öffentlichen Erholungs- und Grünanlagen, in denen der Hund nach Befreiung von der allgemeinen Anleinpflicht frei laufen gelassen werden darf. Hier ist jedoch zu beachten, dass gefährliche Hunde, für deren Rassen ein Leinenzwang angeordnet wurde, auch auf Hundeauslaufflächen nicht ohne Leine bzw. ohne Leine und Maulkorb laufen dürfen. Auch gibt es Orte, an denen ein Hundeverbot herrscht. Dazu zählen Volksfeste (z.B. der Dom) und Wochenmärkte. Um die Befreiung von der allgemeinen Anleinpflicht zu erhalten, gibt es drei Wege: Zum einen kann bei anerkannten Sachverständigen eine vor- geschriebene Gehorsamsprüfung abgelegt werden. Die Prüfungsinhalte sind in der Durchführung zum Hundegesetz festgelegt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den Nachweis einer gleichwertigen, bereits abgeleg- ten Prüfung zu erbringen. Von dem zuständigen Verbraucherschutzamt werden Hundeführerscheine und Begleithundeprüfungen überregio- naler Hundeverbände und Hundeschulen-Arbeitsgemeinschaften, die Ausbildung zum Blindenführhund oder Blindenbegleithund sowie die Brauchbarkeits- und Jagdeignungsprüfung anerkannt. Mit Ausnahme der Ausbildungen zum Blindenbegleit- und Blindenführhund sind diese Nachweise nur für die Person gültig, die mit dem Hund die Prüfung abgelegt hat, nicht für den Hund an sich. Kann ein Hund aus gesundheitlichen Gründen keine Prüfung ablegen, so kann dieser unter Vorlage eines ärztlichen Attestes trotzdem von der allgemeinen Anleinpflicht befreit werden. Hierbei wird vorausgesetzt, dass der Hund zuvor nicht auffällig war und sich der Hundehalter bisher immer an die für die Haltung und das Führen von Hunden geltenden Vorschriften gehalten hat. Die Behörden können das Halten von Hunde untersagen, wenn gegen Anleinpflichten oder Verbote verstoßen wird. Außerdem wird bei Ver- stößen ein Bußgeld fällig. ls/mk MAGAZIN Kennen Sie das auch? Beim Spaziergang kommt ein großer Hund auf Sie zu und Sie wissen nicht, wie sich dieser verhält? Was sind Ihre Erfahrungen mit den Hundebesitzern? Schreiben Sie uns, wie Sie solche Situationen hier bei uns erlebt haben an redaktionalster-net.de. Wir sind gespannt auf Ihre Geschichten! Hundeauslaufzonen im Alstertal (Auswahl): Wellingbüttler Landstr. (Alsterwiesen): 5.000 m Hummelsbüttler Kirchenweg: 3.600 m Alsterwanderweg/ Minsbek: 9.100 m ehem. Campingplatz Kupferteich: 47.500 m Saseler Mühlenweg / Zinnkrautweg: 12.200 m Tegelsbarg / Högenredder: 9.100 m Egilskamp / Leharstraße: 12.900 m Leinenlos im Park? Kann erlaubt sein - muss aber nicht!