Gute Wünsche KOLUMNE

ALSTERTAL MAGAZIN | 3 KOLUMNE e i n e I d e e . W i r s c h e n k e n I h n e n B e r a t u n g s s t u n d e n : M o n t a g - F r e i t a g 9 - 1 9 U h r S a m s t a g e v o r 2 4 . 1 2 . 9 . 3 0 - 1 8 U h r S a m s t a g 2 4 . 1 2 . 9 . 3 0 - 1 3 U h r w w w . w i l l e r . d e Be s u c h e n S i e a u c h un s e r e n W i r - i n -We l l i n g s b ü t t e l Ad v e n t s k a l e n d e r V O N W O L F G A N G E . B U S S Wie gut geht es uns wirklich? Mein langjähriger Freund und der mög- licherweise zweitmächtigste Mann unserer Stadt, Dr. Andreas Dressel (SPD), sagte mir vor kurzem in einem Gespräch: Den Alstertalern geht es so gut wie noch nie! Hat er damit recht? Entstanden ist unser Gespräch vor dem Hintergrund einer sich stetig spaltenden Gesell- schaft, die Sorge vieler Menschen vor zu viel Flüchtlingen, insbesondere aus Kulturkreisen, die irgendwie nicht zu Deutschland passen wollen. Aber auch zur Situation stetig sinken- den Vertrauens von uns Bürgern gegenüber den sogenannten politischen und wirtschaftlichen Eliten. Auch die Medien haben an Glaubwürdigkeit eingebüßt, immer mehr vertrauen den Bildern und Kommentaren nicht mehr und fühlen sich daran erinnert, wie es wohl damals in der DDR zuging, als man im NEUES DEUTSCHLAND oder der AKTUELLEN KAMERA erfuhr, wie super alles sei im Arbeiter- und Bauernstaat, obwohl fast jeder wusste, dass die veröffentlichte Meinung diametral zu den Fakten stand. Also schlicht erlogen war , um das Volk ruhig zu halten. Wie gut geht es uns also wirklich? Fragt man die Deutschen in Umfra- gen , wie es ihnen geht oder was ihnen wichtig ist, stehen Gesundheit, Freiheit, Erfolg und Natur ganz oben, ebenfalls sehr häufig genannt werden Gemeinschaft und Sicherheit. Religiöser Glaube übrigens ist weit abgeschlagen auf Platz 21. Demnach müsste es uns gut gehen, und trotzdem will sich die gute Stimmung der deutschen Bevölkerung nach Wiedervereinigung und Fußball-Sommermärchen nicht mehr einstellen. Die deutschen Farben auf damals Millionen Fähnchen und unsere natio- nalstaatliche Identität versuchen uns wieder die üblichen Miesepeter in latenten Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Populismus umzudefinieren. Da ist sie wieder, die Gretchen-Frage, ob das Glas Wasser halb voll oder halb leer sei. Was also meint Andreas Dressel, wenn er sagt, uns gehe es so gut wie nie? Er spricht von einer Meta-Ebene , auf der wir Kritiker uns befänden, also keiner realen Bedrohung ausgesetzt, sondern lediglich einer, die in den Köpfen existiere. Kein Flüchtling, um im Bild zu bleiben, bedrohe irgendeinen Alstertaler direkt und unmittelbar. Wir könnten antworten: Politiker in Regierungsverantwortung reden uns das Leben schön , das ist auch ihre Aufgabe, die Opposition dagegen ist voller Sorgen und sieht überall Probleme . Und Andreas Dressel ist Regierungspartei. Und was heißt nun, es geht uns gut? So gut wie nie? Geht es Ihnen persönlich auch so gut wie nie? Klar, wir alle haben unterschiedliche Lebensschwer- punkte und werden die Fragen unterschiedlich beantworten. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten, oben habe ich einige aufgeführt. Also alles in Butter nur nörgeln wir halt ein bisschen viel? Eine spannende Frage! Ich habe mit Andreas Dressel verabredet, im kommenden Jahr darüber zu diskutieren, mit Ihnen, wenn sie wollen, denn das Thema Zukunft Deutsch- land oder welche Gesellschaft wollen wir, wird uns noch beschäftigen. Vielleicht müssen wir tatsächlich einiges neu denken! Europa zum Beispiel, die Globalisierung, also die weitere Ausbreitung eines weltweit- gierigen Turbokapitalismus. Und an diesem neuen Denken müssen wir Bürger uns beteiligen. Das sind meine guten Wünsche für 2017! Genießen Sie die Weihnachtszeit , lassen Sie es sich gut gehen! Im kommenden Jahr sehen wir uns wieder und diskutieren weiter über die Frage, wie wir unsere Zukunft gut gestalten! Gute Wünsche