Olaf Scholz DUVENSTEDT

ALSTERTAL MAGAZIN | 41 Fo to : S en a ts ka nz le i H a m b ur g Olaf Scholz: Die SPD hat einen Zeitplan beschlossen, den sie einhalten wird. Ende Januar wird es einen Kandidaten geben. Dass seit längerem mehrere Personen dafür infrage kommen, ist klar. Und dass darüber öffentlich diskutiert wird, ist nicht überraschend. Ich bin übrigens gerne Bürgermeister in Hamburg. Sie waren maßgeblich an den Neuverhandlungen des Län- derfinanzausgleichs beteiligt. Deren Ergebnis, das für Ge - berländer wie Hamburg durchaus günstig ausgefallen ist, ging dennoch ein wenig in den Nachrichten unter. Finden Sie das bedauerlich schließlich ist die Einigung nicht nur wich - tig, sondern auch das Ergebnis von jahrelangen Verhandlun - gen. Auch wenn die neuen Regeln erst 2020 greifen wofür würden Sie die dann freigewordenen Mittel am liebsten verwendet sehen? Die Voraussetzung für die Einigung zunächst unter den Län- dern, später mit dem Bund war, dass nach einer Neuregelung alle Länder besser dastehen sollten. Das ist gelungen und das gilt natürlich auch für Hamburg. Es waren in der Tat sehr komplexe Verhandlungen, bei der eine ganze Reihe von unterschiedlichen Interessen berücksichtigt werden musste. Wir haben schließlich eine Lösung gefunden, die allen Ländern, Kommunen und dem Bund auf Dauer Planungssicherheit gibt. Es wird für uns auch in den kommenden Jahren eine wichtige Aufgabe sein, die Konsoli- dierung des Hamburger Haushaltes fortzusetzen. Für neue Wünsche werden sich kaum finanzielle Spielräume eröffnen. Ob es um den Netzrückkauf geht, die Olympiabewerbung oder wie aktuell die Flüchtlingsfrage: Die Standpunkte und Absichten des Senats stoßen auf drastische Gegenwehr von vielen Hamburgern. Ein vorübergehendes Phänomen, oder hat sich die Politik vom Bürgerwillen entfernt? Wie kann man Abhilfe schaffen? Wer für Volksentscheide ist, muss das Abstim- mungsergebnis ohne Wenn und Aber akzeptieren auch wenn man sich ein anderes gewünscht hätte. Das gilt für diejenigen, die jeweils in der Minder- DUVENSTEDT