Denkmal Leben Buchtipp

94 | ALSTERTAL MAGAZIN WOHNTRENDS In Hamburg ganz Zuhause: Hamburgs feines Magazin für Wohnen, Einrichten, Garten und gutes Leben. Nur in Hamburgs feinen S tadtteilen Alstertal & Walddörfer. Erscheinung: 02.Juni 2017 Wir beraten Sie gerne: Tel.: 040 - 538 93 00 Wir führen sämtliche Malerarbeiten aus, beraten Sie bei der Raumgestaltung und helfen beim Möbelrücken ipb-malermeister.de Ingo & Patrick Berndt Malermeister GbR Krischan-Kreibohm-Weg 14 22399 Hamburg-Poppenbüttel Tel: 606 29 44 Mobil: 0172 400 60 18 Versicherungsschäden Reparatur-Schnelldienst Spiegel und Glasplatten Ganzglastüren und Trennwände Fenster, Türen und Velux-Fenster Glasduschen GLASEREI IM ALSTERTAL Leben im Denkmal Es ist eine spannende Frage, wie wir unser architektonisches Erbe mit Leben füllen und sinnvoll nutzen können, ohne die historische Substanz zu zerstören . Ein neuer Bildband liefert 80 Beispiele. In Hamburg ist viel an historischer Substanz verloren gegangen. Dem großen Stadtbrand von 1842, der Räumung der Brookinseln für die Speicherstadt ab 1885 und den Bombardierungen am Ende des 2. Weltkrieges ist vieles zum Opfer gefallen. Deshalb scheint es in der Hansestadt besonders wichtig, die Wahrung des architektonischen Erbes ernst zu nehmen. Jüngst ist im Gebrüder Mann Verlag Berlin ein Bildband erschienen, in dem am Beispiel von Objekten in der Hauptstadt aufgezeigt wird, dass man wertvolle Denkmale, deren ursprüngliche Benutzung aufgegeben worden ist, sinnvoll umnutzen kann. So Autor Diertrich Worbs im Vorwort. Mit der Frage, ob man einige der Tipps auf die Hansestadt übertragen kann, haben wir den Band gesichtet. Insgesamt 80 Bau- und Gartendenkmale aus der Zeit vom 18. bis zum späten 20 Jahrhundert werden vorgestellt. Immer wieder zusammen mit den Menschen, die sich ihrer angenommen haben und Geld und Zeit in ihren Erhalt investiert haben. Leider wird jedoch an erstaunlich vielen Objekten gar keine Umnut- zung aufgezeigt. Etwa für den Rundlokschuppen auf dem Gelände des Bahnhofs Rummelsburg, für den ein Investor gesucht wird. Oder für das Tropenhaus im Botanischen Garten, das nach Instandsetzungs- maßnahmen seit 2009 wieder als Tropenhaus verwendet wird. Kreativ wird hingegen die Pallas-Apotheke, mit ihrem historischen Interieur von 1892, seit 2009 als Café und Chocolaterie Winterfeldt genutzt. Der Band hält also nur teilweise was er verspricht. Auch sind etliche Bilder nicht besonders ästhetisch, vermitteln aber einen Eindruck der lebendigen Nutzung. Als Darstellung architektonischer Höhepunkte Berlins ist er für die Bürger der Hauptstadt sicher interessanter als für uns Hamburger. Wolfgang Wagner Das Liebermann-Haus, das sich der Maler Max Liebermann 1909/10 am Großen Wannsee bauen ließ, hat die klassizistischen Villen in Altona zum Vorbild. Das Gebäude wird heute als Museum genutzt Wolfgang Reuss und Dietrich Worbs: Leben im Denkmal. Gebr. Mann Verlag Berlin Gebundene Ausgabe, 29 ISBN: 978-3-7861-2775-8 www.gebrmannverlag.de Buchtipp W . R eu ss