Unterkünfte Alstertal Klein

30 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN Im Alstertal sind derzeit elf Flüchtlingswohnheim in Betrieb, die über eine Kapazität zur Aufnahme von insgesamt 2.031 Geflüchteten verfügen. Die Größe der Heime ist sehr unterschiedlich. Das Kleinste hat Platz für 40 Personen, das Größte für 364. Zwei Unterkünfte liegen in Bergstedt, eines in Duvenstedt, vier in Hummelsbüttel, eines in Lemsahl-Mellingstedt und drei in Volksdorf. Für die Unterkunft in der ehemaligen Schule am Eichtalpark wird seit August 2016 in einem weiteren Bauabschnitt Wohnraum für 109 weitere Personen geschaffen. gelten als in der Umsetzung noch nicht begonnen). Dem Bauprojekt in Poppenbüttel wird eine Vertragskonformität von 54% eingeräumt. Die Einschätzung für Lemsahl-Mellingstedt mit 69% ist die beste für alle im Bau befindlichen Wohnheime Hamburgs. In Hummelsbüttel sieht es dagegen schon deutlich problematischer aus. Hier liegt zwar nur 11,8% Vertragsabweichung vor, die Konformität liegt aber bei nur 10,2%. Dennis Thering, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter aus dem Alstertal und den Walddörfern, äußerte zur Ampel der Initiative, er finde es bedenklich und bedauerlich, dass das Controlling durch die Bürger - initiativen erfolgen muss. Der Senat hingegen ist nicht bereit oder nicht willens, die Umsetzung der Verträge und Vereinbarungen zentral zu koordinieren und zu überwachen. Therings Vorwurf, dass die Bürger - verträge nicht konsequent umgesetzt werden, klingt nach klassischer Oppositions-Kritik. Wer die Krise nicht zu bewältigen hat, der kann die Anstrengungen natürlich leicht in Frage stellen. Gegen die Bebauung eines bis 2016 landwirtschaftlich genutzten Grün - streifens in Hummelsbüttel durch das Projekt Rehagen hat sich 2016 der Verein zur Erhaltung der Hummelsbüttler Feldmark gegründet. Dieser sieht eine Gefahr für die Grünachse, zu der die Feldmark gehört und die die Innenstadt mit frischer, kühler Luft versorgt. Nach Geneh - migung des Bauantrages wurden die Arbeiten unter der Projektleitung der SAGA Unternehmensgruppe im Frühjahr 2017 begonnen (siehe Foto auf S. 28). In den elf bereits zur Verfügung stehenden Unterkünften im Alstertal wird nach wie vor ein großer Teil der Integrationsarbeit durch ehrenamt - liches Engagement geleistet , wie beispielsweise durch die Mitglieder von Klein Borstel hilft e.V. Eine Schlüsselaufgabe ist dabei der Deutschunterricht, weil die Chancen zum Einstieg in das Arbeitsleben ohne Deutschkenntnisse sehr gering sind. Dass bereits einige Erstaufnahmen in Folgeunterkünfte umgewandelt wurden, beispielsweise die Erstaufnahme am Albert-Einstein-Ring in Bahrenfeld, spricht dafür, dass sich die Lage insgesamt entspannt hat. Wolfgang Wagner Fortsetzung von Seite 28 Klein Borstel Hummelsbüttel Lemsahl- Mellingstedt Poppenbüttel i Unterkünfte im Alstertal Die Einschätzungen der Volksinitiative Hamburg für gute Inklusion zu den Bauprojekten im Alstertal. Rot = Vertragsabweichung Gelb = Risiko Grün = Vertragskonform Grau = Noch nicht begonnen Quelle: Hamburg für gute Integration Q ue lle : H a m b ur g fü r g ut e In te g ra tio n