MANN SPAGAT KANN

48 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN EIN MANN IM SPAGAT KANN DAS GUT GEHEN? Die Saseler Schauspielerin Hanni Bergesch hat sich auf neues Terrain begeben. In der prominent besetzten Komödie Mann im Spagat spielt sie nicht nur, sie hat den Streifen auch mitproduziert. Zum Film: Cowboy verfolgt in Berlin- Kreuzberg die Mission, den Weltatem zu reinigen. Da stinkt es ihm gewaltig, dass gegenüber Tschick McQueen und Partnerin Angel (Hanni Bergesch) einen Autokurier- dienst eröffnen. Mit eigenem Fahrradku - rierdienst will er dagegenhalten, muss aber nebenbei seine Mutter in einem Altersheim für BestAgerGutverdiener unterbringen. Alstertal Magazin: Das Alstertal ist Ih- re Wahlheimat. Was gefällt Ihnen hier besonders? Hanni Bergesch: Im Alstertal gibt es viel Grün, die Straßen sind breiter als im Zen- trum. Deswegen ist man hier entspannter unterwegs, als in der Schanze, in der es sehr chaotisch ist. Es fasziniert mich auch, dass man immer Wasser in der Nähe hat. Beson- ders gerne gehe ich im Naturschutzgebiet Hainesch-Iland spazieren. Wie oft können Sie hier sein? Ich bin leider viel unterwegs. Gerade habe ich in Mannheim für den Pharmakonzern Roche eine internationale Kampagne ge- dreht. Es ging um eine App, mit der Diabeti- ker ihre Blutzuckerwerte managen können. In den letzten Monaten war ich leider zu selten hier. Werbung für eine gute Sache. Nun zum Film beschreiben Sie kurz Ihre Rolle? Angel ist die Partnerin von Tschick McQueen und macht eine starke Entwicklung durch. Weil sie am Anfang glaubt, dass Cowboy den Kurierdienst von McQueen ruinieren will, ist sie zunächst gegen ihn, verliebt sich aber später in Cowboy und unterstützt ihn bei der Suche nach dem perfekten Altersheim. Welche Art von Humor erwartet die Zuschauer in der Komödie? Cowboy gibt in den unterschiedlichen, absurden Situationen immer wieder kurze, prägnante Antworten, die sehr komisch sind. Es ist ein trockener, fast englischer, Humor. Der Film ist prominent besetzt. Mit wem hat die Zusammenarbeit beson- deren Spaß gemacht? Mit Clemens Schick. Er ist international engagiert, war in einem James Bond-Film dabei. In einer Szene kommt Angel wütend nach Hause, als Tschick McQueen gerade Yoga macht, um seinen Ärger über Cowboy loszuwerden. Er sollte bei den Atemübun- gen schnarchen und musste dabei so lachen, dass wir die Szene oft drehen mussten. Was hat es eigentlich mit dem Spagat auf sich? Der Spagat ist ein Symbol für eine schwie- rige Entscheidung, wenn man innerlich zweigeteilt ist. Timo Jacobs musste sechs Monate trainieren, um den Spagat machen zu können. Respekt für diesen Ehrgeiz! Die Welt- premiere war im April 2016. Was hat den Kinostart verzögert? Wir mussten nach Abschluss der Drehar- beiten noch einen Verleiher finden. Mit der Weltpremiere haben wird letztes Jahr das Festival Achtung Berlin eröffnet. Die kam sehr gut an! Mit welchen Argumenten würden Sie den Film empfehlen? Wer einfach mal etwas Unerwartetes bekommen will, sollte Mann im Spagat ansehen. Denn es ist keine durchschnittliche Kinopro- duktion. Es ist aber auch entspannende Unterhaltung, bei der es viel zu lachen gibt. Man kann im Film außerdem gut sehen, wie man mit einfachen Mitteln etwas Neues schaffen kann. Besonders ist auch, dass alle Nebenrollen (Meret Becker und Olli Schulz) sehr lebendig sind. Beispielsweise der Teufel vom Hermannplatz, den Claude-Oliver Rudolph (Das Boot) spielt. Wolfgang Wagner Eine Ansprache zu halten, ist nicht jedermanns Sache. Cowboy aber macht das sogar im Spagat. Komik garantiert! Mann im Spagat ist am 8.6. in den deutschen Kinos angelaufen. Vorstellung im 3001 Kino am 23.6., 21 Uhr. Ab dem Herbst ist der Film auf Netflix verfügbar. Sie Liebt unser grünes Alstertal - Schauspielerin und Mitproduzentin Hanni Bergesch. N in a M us ka D o m in ik F rie b el