NATUR- SCHUTZ GELEBTER

18 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN Das Buch gibt es im Museumsdorf (und bald in Volksdorfer Buchhandlungen) für eine Schutz- gebühr von 5 Euro. Damit sollen kommende Auflagen finanziert werden. GELEBTER NATUR- SCHUTZ Damit das Grün bei uns im Norden so wertvoll bleibt wie es ist, ist der Einsatz vieler Helfer und Institutionen erforderlich. Wir nennen beispielhaft zwei: Der NABU sucht Helfer für einen Aktionstag im Raakmoor und der Verein De Spieker hat ein Buch über Knicks verfasst von der Geschichte über den Wert für Flora und Fauna bis hin zu Maßnahmen zum Erhalt. AKTIONSTAG IM RAAKMOOR Am Samstag, den 7. Oktober veranstaltet der NABU Hamburg in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald von 10 bis ca. 15 Uhr einen Moor-Aktionstag in Hummelsbüttel. Im Raakmoor werden Gehölze entfernt, damit sich die natürliche Moorvegetation wieder einstellen kann. Interessierte Bürger/innen sind herzlich eingeladen, bei diesem Vorhaben mitzu- helfen. Moore bieten wichtige Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten, erklärt Anne-Lone Ostwald, Referentin für Moor- schutz beim NABU Hamburg, den Hinter- grund der Aktion. Aber auch für uns leisten intakte Moore wichtige Dienste, etwa für den Klimaschutz, als Wasserspeicher und für die Naherholung. Material, Werkzeug sowie einen Mittag- simbiss stellt der NABU Hamburg für alle Helfer/innen bereit. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Lediglich stabile Arbeits- kleidung, wenn möglich Gummistiefel und Regenschutz sind mitzubringen. Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte bis zum 6. Oktober unter Tel. 040/697089-38 oder ostwaldNABU-Hamburg.de für den Aktionstag an. Bei der Anmeldung wird der Treffpunkt bekannt gegeben. Mehr Infos NABU-Hamburg.de/moor ALLES RUND UM DEN KNICK Darum ging es bei einem Seminar des Vereins De Spieker im März dieses Jahres. Die Ergebnisse alarmierende laut den Veranstaltern wurden in dem kleinen Büchlein Knicks ihre Pflege und Nutzung von ver- schiedenen Autoren dokumentiert erschienen in der Reihe Spieker-Uhl. Es befasst sich mit der Geschichte und gegenwärtigen Situation der ge- schützten Biotope in den Walddörfern und gibt Ratschläge zum richtigen Umgang mit den außergewöhnlichen Biotopen. Das Buch ist schon etwas speziell, teils sehr fachlich gehalten und wohl nur für eine kleine Zielgrup- pe bestimmt. Trotzdem gibt es einen guten und wirklich spannenden Überblick über ein prägendes Element unserer norddeutschen Landschaft. Wer glaubt nur die aktuellen Monokulturen praktisch für die riesigen Erntemaschinen seien schuld an ihrem Niedergang, der irrt. Der begann laut den Autoren schon im Jahre 1873. Damals wurde in den USA der Sta- cheldraht patentiert. Damit ließen sich Weiden viel leichter und effektiver einteilen und auch sichern, als mit Knicks also lebenden Zäunen zur Ein- friedung der Natur. Deren Wert Wind- und Erosionsschutz, Holzlieferant, Lebensraum sowie Schutz für Weidetiere und auch deren Gefährdung wurden früh erkannt. So wurden Knicks bereits im Reichsnaturschutzge- setz von 1935 geschützt. Auch heute sind sie es noch. Das hat den großen Bestand von einst aber nicht gerettet. Die Gründe sind vielfältig und reichen von mangelnder Pflege über verworrene Zuständigkeiten bis hin zu po- litischem Desinteresse. Das Buch zeigt aber, es ist noch nicht zu spät für die Knicks! kw Der NABU sucht Helfer, die zusammen mit Experten Gehölze im Raakmoor entfernen sollen, damit sich die natürliche Moorvegetation wieder einstellen kann.