Eigentümer- gemeinschaften TÜREN

110 | ALSTERTAL MAGAZIN IMMOBILIEN Grundstücksbewertung - unabhängig - marktgerecht Stephan Teschke Diplom Sachverständiger (DIA/Uni Freiburg) für die Bewertung von bebauten und unbe- bauten Grundstücken, für Mieten und Pachten Ihr Ansprechpartner für GuTe-Immobilienberatung Tel.: 040/ 61 18 77 01 auch abends und am Wochenende Volker Warnke Immobilien Saseler Kamp 25 22393 Hamburg vwimmo-warnke.de www.immo-warnke.de 040 / 601 78 74 seit 1977 Frahmredder 7 22393 Hamburg Telefon: 040 - www.zimmermann-ivd.de 600 10 60 Eigentümer- gemeinschaften... ...sind oftmals schwer zu du rch s ch auen . Wi r sorgen für Übersicht und entwickeln eine ziel- führende Vermarktungs- s t r a t e g i e f ü r I h re Immobilie. Rufen Sie uns gleich an! In der idyllischen Oktaviostraße entsteht südlich des Wandsbeker Gehölzes ein exklusives Villenensemble mit Doppelhäusern, Woh- nungen und Stadthäusern. Die Grundrisse variieren von 108 bis 178 m 2 auf einer oder drei Wohnebenen: ab EUR 667.000, courtagefrei, direkt vom Bauträger. Fertigstellung ab Frühjahr 2019. 040 38 02 19 792 | www.behrendt.hamburg KfW-Effizienzhaus 40 (EnEV 2016) Ist das der Fall und wurde das Objekt verkauft, dann darf der Erwerber nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS die Alt-Eigentümer allerdings auch nicht weiter dort wohnen lassen. (Bundesgerichtshof, Aktenzei- chen V ZR 221/15) Der Fall: Ein Ehepaar war wegen Beleidigungen, Bedrohun- gen und einer Körperverletzung gegenüber einem anderen Eigentümer zum Verkauf seiner Wohnung verurteilt worden. Im anschließenden Zwangsversteigerungsverfahren erwarb eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts das Objekt und erlaubte den Alt-Eigentümern, weiterhin dort zu wohnen. Das war natürlich nicht im Sinne der Miteigentümer ge- wesen, die ausdrücklich einen Auszug der Betreffenden gewollt hatten. Das Urteil: Über zwei Gerichtsinstanzen hinweg erhielt die Eigentümergemeinschaft mit ihren Beschwerden Recht. Es sei den Nachbarn nicht zuzumuten, dass sie weiter mit dem Ehepaar unter einem Dach wohnen sei es nun als Eigen- tümer oder als bloße Nutzer der Wohnung. Die renitenten Alt-Eigentümer mussten deswegen ausziehen. TÜREN AUF? Der Eigentümer einer Wohnung darf von seinen Mietern erwarten, dass sie alles Zumutbare unternehmen, um das Entstehen von Schimmel in der Immobilie zu verhindern. Dazu zählt zum Beispiel das regelmäßige Lüften. Nicht zumutbar ist es hingegen nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS, wenn ein Mieter in der Nacht seine Schlafzimmertüre geöffnet lassen soll, um einen dauer- haften Luftdurchzug zu ermöglichen. (Landgericht Bochum, Aktenzeichen I-11 S 33/16) Der Fall: In einer Mietwohnung hatte sich Schimmel gebil- det, dessen Beseitigung in aller Regel aufwändig und teuer ist. Eigentümer und Mieter stritten sich darum, wer denn für den Schaden verantwortlich sei. Der Eigentümer verwies darauf, er habe ein Merkblatt zum richtigen Heizen und Lüften verteilt. Der Mieter führte an, er habe sich korrekt verhalten, die Raumtemperatur bei 20 bis 22 Grad Celsius gehalten und mehrfach am Tag stoßgelüftet. Ein Gutachter stellte fest, dass die nachts geschlossene Schafzimmertüre verantwortlich für das Entstehen der Feuchtigkeit gewesen sei. Nun musste die Justiz entscheiden, ob man vom Mieter hätte verlangen dürfen, dass er bei offener Türe schläft. Das Urteil: Die Richter des Landgerichts Bochum verneinten das. Es sei kein übliches, von einem durchschnittlichen Mieter zu erwartendes Verhalten, aus Lüftungsgründen nachts die Schlafzimmertüre nicht zu schließen. Deswegen müsse der Eigentümer für die Beseitigung des Schimmels aufkommen und könne die Kosten nicht an den Mieter weiterreichen. Fortsetzung von S. 109