Basar Wohnzimmer Poppenbütteler

20 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN 308 Wohnungen großenteils für Flüchtlinge sowie zwei Kindergärten sollen am Poppenbütteler Berg entstehen. Dazu kommt ein sogenanntes Begegnungshaus , dessen Konzept vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Wir waren dabei und finden: Das Projekt ist durchaus vielversprechend! A nfang November sind bereits die ersten Flüchtlinge am Pop-penbütteler Berg eingezogen. 120 Menschen aus Afghanistan, dem Iran, Syrien und Eritrea konnten ihre neuen Wohnungen beziehen, davon leben jetzt 30 in Wohngemeinschaften und 90 im Familienkreis. Bis August 2018 sollen dann sämtliche Flüchtlings- und sonstigen Wohnungen belegt sein. Dann soll auch das Begegnungshaus im Rohbau stehen, das jetzt in Anwesenheit des Ersten Bürgermeisters vorgestellt wurde. Dieses geht auf eine Initiative des Flüchtlingshilfe- vereins Poppenbüttel hilft zurück. In einem Wettbewerb, an dem vier internationale und ein deutsches Architektenbüro teilnahmen, wurden zusammen mit Flüchtlingen, Architekturstudenten sowie Gewerbeschü- lern Konzepte für das Haus erarbeitet. Sieger war ein japanisches Büro, dessen Architekt Tamotsu Ito den Siegerentwurf persönlich vorstellte. Das Gebäude, das mit 600.000 Euro aus Mitteln des Integrationsfonds gefördert wird, soll als Informations-, Kultur- und Begegnungszentrum für den Stadtteil dienen wie der Architekt es ausdrückte, eine Mischung aus Wohnzimmer und Basar. Für uns ist das ein großer Tag, sagt Thomas Litt- mann, Vorsitzender von Poppenbüttel hilft e.V. Das ist der Schritt, der uns ermöglicht, im nächsten Frühjahr mit dem Bau zu beginnen. Wir werden jetzt in die Umsetzungsdiskussion einsteigen. Das wird ein Hamburger Büro übernehmen und dann soll, sowie die richtige Winterperiode vorbei ist, der Bau losgehen. Die einzelnen Bauabschnitte sollen vor allem von Gewerbeschülern und ihren verantwortlichen Lehrern/Meistern im Rahmen von Praktika zusammen mit den Geflüchteten nach und nach realisiert werden. Wohnzimmer und Basar Treffen am Modell: Thomas Littmann, Vorsitzender Poppenbüttel hilft e.V., Architekt Tamotsu Ito, Dr. Arne Nilsson (Mitglied und Sprecher der Geschäfts- führung von fördern und wohnen), unser Erster Bür- germeister Olaf Scholz und Wandsbeks Bezirks- amtsleiter Thomas Ritzenhoff (v.l.)