gutes Jahr mutiger

10 HAMBURG WOMAN people Ein gutes Jahr Vor etwas über einem Jahr gründete die Unternehmerin Kristina Tröger den Club der europäischen Unternehmerinnen kurz CeU. Für die HAMBURG WOMAN zieht die Netzwerkerin ein Fazit. HAMBURG WOMAN: Es war ein mutiger und anfangs teils umstrittener Schritt, nach dem Ende Ihrer Amtszeit als langjährige Landesvorsitzende im VdU ein neues Frauennetz- werk zu gründen. Kritiker hört man schon länger nicht mehr. Wie wurde der CeU angenommen? Kristina Tröger: Wir sind nach wie vor von der Resonanz über- wältigt. Wir haben den Club mit 40 Unternehmerinnen gegründet. Kurz darauf kamen bereits viele neue Mitglieder hinzu, so dass wir in den wenigen Monaten seit Bestehen ein stürmisches Wachstum und bereits weit über 500 Mitglieder und Interessentinnen verzeichnen können und täglich werden es mehr! Und wir konnten auch schnell namhafte Unterstützer aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft für uns gewinnen wie ein Blick auf unsere Internetseite unter Stim- men zum Club zeigt. Das spiegelt sich auch in den hochkarätigen Gästen wider, die auf unseren Veranstaltungen teilnehmen. Seien es Julia Jäkel, CEO von Gruner + Jahr, der ARD-Journalist und Adels- experte Rolf Seelmann-Eggebert, Zukunftsforscher Prof. Ulrich Reinhardt bis hin zu RTL-Chefreporterin Antonia Rados. Sie sprechen von Ihren regelmäßigen Netzwerktreffen mit ei- nem Talkgast zu aktuellen Themen. Gibt es weitere Formate, die Sie anbieten? Wir haben verschiedene Formate ins Leben gerufen, damit erfolg- reiche Frauen noch erfolgreicher werden. So haben wir für die Mit- glieder beispielsweise einen Coaching Circle ins Leben gerufen, der sich in einer festen Gruppe immer wiederkehrend im Laufe eines Jahres trifft. Zielsetzung ist es, den Erfahrungsaustausch zu för- dern, Blickwinkel zu verändern und durch das Feedback aus der Gruppe die Führungspersönlichkeit jeder Teilnehmerin individuell zu entwickeln. Auf ganz besonders positive Resonanz stößt eben- so unser neuartiges Netzwerkformat 2 for success. Dabei kom- men jeweils zwei Unternehmerinnen zu einem für sie relevanten Thema vertrauensvoll im Rahmen eines professionellen Austau- sches zusammen und profitieren von ihrer gegenseitigen Erfahrung. Das kleine e in Ihrem Namen steht für Europa. Wie europäisch ist der CeU? Kurz nach Gründung haben wir bereits mit dem Aufbau regionaler Repräsentanzen begonnen, um unseren Markenkern in seiner Un- verwechselbarkeit auch regional stärker sichtbar zu etablieren und zwar im In- wie im Ausland. Wir sind mittlerweile zusätzlich ver- treten im Raum Düsseldorf/Köln und Bayern, aber auch in Italien, Polen, der Schweiz und in Spanien. Weitere Repräsentanzen im Aus- land sind in Vorbereitung. Hat sich dadurch etwas an Ihrer Ausrichtung geändert? Nein, wir verstehen uns nach wie vor als moderne Stimme der Un- ternehmerinnen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die Zeit da- für war vor einem Jahr reif und der Erfolg gibt uns Recht. Was haben Sie sich für dieses vorgenommen? Wir setzen auf ein qualitatives Wachstum, d.h. wir werden unser Angebot am obersten Ende der Scala ansiedeln: weiterhin die hoch- karätigsten Referenten in den besten Locations und Zusatzpro- gramme, die ihresgleichen suchen. Denn nur so wachsen wir qualifi - ziert mit den besten Unternehmerinnen. Angesagt für die nächsten Monate haben sich etwa CEO der HHLA Angela Titzrath, die Prä- sidentin der Salzburger Festspiele Dr. Helga Rabl-Stadler und der CEO der Daimler AG Dr. Dieter Zetsche. Zudem haben wir mit der Stiftung CLUB OF HAMBURG, de- ren Anliegen es ist, wirtschaftlichen Erfolg mit ethischem Anstand zu verbinden und anständigen Unternehmerinnen und Führungs- kräften ein Sprachrohr zu bieten, eine Kooperation vereinbart und planen in diesem Jahr erstmals eine Gemeinschaftsveranstaltung. Ebenso arbeiten wir daran, einen deutschlandweiten Unternehme- rinnenpreis zu verleihen und das Thema Unternehmensnachfolge mit Inhalten zu füllen. Allerdings wissen wir nicht, ob wir das alles in diesem Jahr schaffen werden.