Zufallsprodukt Aussagekräftiges TIPP

12 ALSTER-MAGAZIN NR. 10 2018 MAGAZIN L O C A L P E O P L E ALSTER D er Titel ist Programm, er entstammt der Singleaus-kopplung, Somewhere Beyond The Sea. Das klingt ganz hübsch und romantisch, es geht aber um die Geschichte eines Flüchtlings auf dem Mit-telmeer, erklärt Martin Weiland ernst. Die Band beschäftigt das Thema Flüchtlingsstrom stark. Der Song endet mit den Worten human we are still human. Eine wichtige Aussage. Und deswegen darf nicht in Frage gestellt werden, ob Personen, die in Seenot oder am Sterben sind, gerettet werden dürfen. Wir sind alle Menschen und jeder sollte sich um jeden kümmern. Das klingt pathetisch, aber so ist es nun einmal. Um das in Erinnerung zu rufen, entstand die Single. Übrigens in enger Kooperation mit Sea-Watch e.V., einer gemein- nützigen Initiative, die sich der zivilen Seenotrettung von Flüchtenden an Europas Grenzen verschrieben hat. Die Einnahmen der Single gehen komplett an Sea-Watch. Dafür durften wir für unser Video Filmausschnitte der Initiative nutzen. Man kennt ja Bilder aus dem Fernsehen, es geht noch viel heftiger. Das ist extrem bedrückend. Die Bilder des sehenswerten und sehr düsteren Videos das einen nicht meinungslos zurücklassen wird passen zur melancholischen Musik der drei. Privat sind wir sehr fröhliche Menschen, lachen viel und haben jede Menge Spaß zusammen. Aber fröhliche Musik machen, das können wir irgendwie nicht. Tanzbar war nicht umsonst hat ihr Track Keep Control 2001 die #1 der amerikanischen Billboard Dance Charts erreicht und ist TIPP: Am 12. Oktober kommt das 6. Studioalbum von SONO raus. Infos gibt es hier: www.sono.fm Eigentlich wollte SONO nur einige Singles produzieren. Aber der Uhlenhorster Martin Weiland und seine beiden Band-Kollegen Lennart A. Salomon und Florian Sikorski haben dabei so viel Material produziert, dass daraus das 6. Studioalbum des Trios wurde: HUMAN . Aussagekräftiges Zufallsprodukt ihre Synthie-Pop-Musik aber geblieben. Zum Glück für die Fans in 10 neuen Songs, satt nur einiger Singles. Das wäre in den heutigen Streaming-Zeiten ein wenig dem veränderten Hörverhalten der Menschen geschuldet gewesen. Aber wir wissen, dass viele unserer Fans keine Playlisten mögen, sondern klassische Albumkäufer sind. Außerdem wollten wir auf Tour gehen. Die aber nur auf wenigen Singles, statt auf einem neuen Album fußen zu lassen, fanden wir nicht so schön. Schließlich möchte man ja auch viel Neues auf die Bühne bringen. Dafür bedürfe es eines Longplayers, zumal sie auch viel Neues zu erzählen gehabt haben, so der Uhlenhorster. Aber wir sind keine Weltverbesserer und beziehen uns nicht nur auf Weltpolitik, sondern auch auf Privates, so Weiland. Dabei hatten sie erstmals so richtig freie Hand. Weil SONO die neue Scheibe mit eigenem Label selbst herausgebracht hat und weil sie aus musikalischen Gründen keine Kompromisse eingehen, oder mögliche Erwartungshaltungen erfüllen wollten. Wir haben 1 zu 1 unsere Ideen von Sound, Produktion und Songwriting umgesetzt. Kai Wehl Martin Weiland, Lennart A. Salomon und Florian Sikorski (v.l.) sind SONO und machen seit über 16 Jahren erfolg- reich melancholischen, tanz- baren Synthie-Pop. Ph ili pp R at hm er