PHYSIKER ZUKUNFT INNOVATION

28 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN Fortsetzung auf S. 30 ZUKUNFT & INNOVATION ALSTERTAL MAGAZIN trifft Alstertaler Unternehmer DIE PHYSIKER In Hummelsbüttel wird nicht die Welt neu erfunden - aber neu vermessen. Auf wissenschaftlichem Weltniveau forschen und arbeiten hier engagierte Physiker und Ingenieure. Sie messen so genau, wie kaum ein anderer auf der Welt - mit eigenen Messgeräten, die sie entwickeln, bauen und an die führenden Institute der Welt verkaufen. E hrlich gesagt, haben wir uns am Eiswagen getroffen, der regelmäßig vor unserem gemeinsamen Bürohaus hält. Aus einem Smalltalk bei Vanilleeis wurde schnell Wissenschaft und die Frage, genauer zu verstehen, was ist eine Messgenauigkeit von 1 x 10 -6 ? Upps. Wie soll man Lesern erklären, was diese Denkgenies da genau machen? Also, sie bauen unter anderem Messgeräte für Spannung und Strom. Eigentlich gibt es die schon im Baumarkt, mit ihnen kann ich meine Batterie messen: Grün voll, gelb geht noch so, rot leer. Ist für 2,95 Euro zu haben. Okay, stimmt Dr. Henry J. Barthelmess mir zu, wir messen quasi dasselbe, aber eben etwas genauer. Es gibt im Baumarkt Batterie- oder Strommessgeräte, die mit einer Digitalanzeige den Strom (oder die Spannung) der Batterie anzeigen, bis eine Stelle hinter dem Komma genau, statt 9 Volt nur noch 8,7 Volt. Die Messgeräte von Magnicon und Dr. Henry J. Barthelmess machen das auf die 6. Stelle hinter dem Koma genau. Upps? Da möchte man lieber weiter an seinem Eis lutschen und denken, puuh, ganz schön wenig, was die mes- sen können. Oder, so ging es mir, ich möchte diese Dimension verstehen! Also lernte ich: Wir alle haben ein Smartphone, darin ist eine Batterie, die das Ding mit Strom ver- sorgt. Wird das Handy geladen, fließt ein Ladestrom von ungefähr einem Ampere. Wenn Strom fließt, das wis - sen wir noch aus der Physikstunde, fließen Elektronen von minus nach plus. Viele, sehr viele Elektronen, in unserem Handy etwa 6 x 10 18 , also 6.000.000.000.000.000.000 (6 Tril- lionen). Wie kann man sich das vor- stellen? Um den Job von Magnicon zu verstehen, hilft folgendes Beispiel: Wie groß wäre ein Sandhaufen mit so vielen Sandkörner? Was meinen Sie? Mit der oben genannte Zahl Sandkörner würden wir die Fläche von Hamburg etwa 8 Meter hoch bedecken können. Unser Batteriemessgerät aus dem Baumarkt würde uns anzeigen: ein Drittel Hamburg mit Sand, zwei Drittel Hamburg mit Sand oder alles voll Sand. Das Gerät Der wissen- schaftliche Fortschritt treibt uns an. Wir müssen immer genauer, immer besser werden. Brainpool im Alstertal. Das Wissenschaftlerteam von Magnicon ist Weltspitze. Thorben Albrecht, Dr. Henry Barthelmeß, Gerben van Limpt (v.l.)